"Alles für Deutschland"
NS-VokabularDer Begriff 'Alles für Deutschland' hat eine Geschichte, die vor dem Nationalsozialismus beginnt, wo er im Kontext nationaler Hingabe verwendet wurde. Im NS-Regime wurde er jedoch durch die SA systematisch instrumentalisiert und ideologisch aufgeladen, um bedingungslose Loyalität zu fordern. Nach 1945 geriet der Begriff aufgrund seiner engen Verbindung zum NS-Regime in Verruf. In jüngster Zeit wird er von rechtsextremen Gruppierungen wieder aufgegriffen, um an die NS-Zeit anzuknüpfen, eine vermeintliche 'deutsche Identität' zu beschwören und die NS-Verbrechen zu relativieren.
Der Slogan wird auf Demonstrationen, in Social-Media-Posts und vereinzelt in politischen Reden von Rechtsextremen verwendet, oft in Verbindung mit Forderungen nach einer vermeintlich 'deutschen Identität' und Kritik an der aktuellen Politik.
Der Begriff 'Alles für Deutschland' wurde im Nationalsozialismus durch die SA popularisiert und war auf ihren Koppelschlössern eingeprägt. Obwohl er nicht in Gesetzen verankert war, war er integraler Bestandteil der NS-Propaganda. Die Verwendung des Begriffs ist NS-kontaminiert, da er untrennbar mit der Ideologie und den Verbrechen des NS-Regimes verbunden ist. Siehe Schmitz-Berning, Cornelia (2007): *Vokabular des Nationalsozialismus*. De Gruyter. DOI: https://doi.org/10.1515/9783110927222 (analysiert die Verwendung von Schlüsselbegriffen und Slogans im NS-Regime).
Strategische Funktion
Die Verwendung des Begriffs 'Alles für Deutschland' heute bezweckt:
Nutzungshäufigkeit (1920 - Heute)
Dieser Graph visualisiert das typische Wiederaufleben historisch belasteter Begriffe: Wenig genutzt vor 1920, extrem populär während der NS-Diktatur (1933-1945), danach weitgehend tabuisiert und verschwunden, bis zur bewussten Reaktivierung durch rechtsextreme Akteure in der jüngeren Gegenwart (ab 2015).
Quiz: Wahre Bedeutung
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