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"Nationale Erhebung"

Rückläufig
Von: Rechtsextreme Gruppierungen, AfD-Politiker
Datum: 2015

Nutzungshäufigkeit

Nationale Erhebung"
Das "Nazisprech"-Kriterium

Dieser Graph visualisiert das typische Wiederaufleben historisch belasteter Begriffe: Wenig genutzt vor 1920, extrem populär während der NS-Diktatur (1933-1945), danach weitgehend tabuisiert und verschwunden, bis zur bewussten Reaktivierung durch rechtsextreme Akteure in der jüngeren Gegenwart (ab 2015).

Kristallnacht (Graph)Nordische Rasse (Graph)
Hintergrund:
Description: Der Begriff 'Nationale Erhebung' beschreibt ursprünglich einen Aufstand oder eine Revolte im nationalen Kontext. Im Nationalsozialismus wurde er jedoch ideologisch aufgeladen und zur Propagierung des 'nationalen Erwachens' und der 'Volksgemeinschaft' missbraucht. Er diente als Euphemismus für die Machtergreifung und die damit einhergehende Gleichschaltung aller gesellschaftlichen Bereiche. Nach 1945 wurde der Begriff weitgehend vermieden, erlebt aber seit den 2010er Jahren eine Renaissance in rechtsextremen Kreisen. Hier wird er verwendet, um eine vermeintliche 'Wiederherstellung' nationaler Größe und Identität zu fordern, oft im Zusammenhang mit migrationskritischen Positionen. Die Verwendung des Begriffs ist problematisch, da er unweigerlich Assoziationen zum Nationalsozialismus weckt und dessen ideologische Aufladung transportiert. Die Primärquelle deutet auf eine Schwierigkeit bei der automatischen Analyse des Begriffs hin, was seine subtile und kontextabhängige Verwendung unterstreicht. NS Proof: Die Verwendung des Begriffs im Nationalsozialismus ist durch zahlreiche Quellen belegt. Götz Aly beschreibt in 'Hitlers Volksstaat' (2005) die Instrumentalisierung des Begriffs zur Legitimierung der NS-Herrschaft. Claudia Koonz analysiert in 'Die Gewissen der Täter' (2000) die psychologischen Mechanismen, die zur Akzeptanz der NS-Ideologie beitrugen, einschließlich der Verwendung beschönigender Begriffe wie 'Nationale Erhebung'. Die 'Enzyklopädie des Nationalsozialismus' (Herausgegeben von Wolfgang Benz, 1997) dokumentiert die systematische Verwendung des Begriffs in der NS-Propaganda.
Kontext:
Der Begriff wird in rechtsextremen Kreisen und von AfD-Politikern verwendet, um eine vermeintliche 'Wiederherstellung' nationaler Souveränität und kultureller Identität zu fordern, oft im Kontext von Migrationsdebatten und Kritik an der EU.
Einordnung

Die Verwendung des Begriffs im Nationalsozialismus ist durch zahlreiche Quellen belegt. Götz Aly beschreibt in 'Hitlers Volksstaat' (2005) die Instrumentalisierung des Begriffs zur Legitimierung der NS-Herrschaft. Claudia Koonz analysiert in 'Die Gewissen der Täter' (2000) die psychologischen Mechanismen, die zur Akzeptanz der NS-Ideologie beitrugen, einschließlich der Verwendung beschönigender Begriffe wie 'Nationale Erhebung'. Die 'Enzyklopädie des Nationalsozialismus' (Herausgegeben von Wolfgang Benz, 1997) dokumentiert die systematische Verwendung des Begriffs in der NS-Propaganda.

Strategische Funktion

1. IDEOLOGISCHE VERHARMLOSUNG: Durch die Verwendung eines historisch belasteten Begriffs wird versucht, die NS-Zeit zu relativieren und eine Kontinuität zur Gegenwart herzustellen. Dies dient der Normalisierung rechtsextremen Gedankenguts.
2. EMOTIONALE MOBILISIERUNG: Der Begriff weckt Assoziationen mit nationaler Stärke und Einheit, was zur emotionalen Mobilisierung von Anhängern beiträgt. Dies geschieht oft durch die Beschwörung einer vermeintlichen 'Bedrohung' der nationalen Identität.
3. DIFFUSION VON NS-GEDANKENGUT: Die Verwendung des Begriffs dient der subtilen Verbreitung von NS-Gedankengut, indem er in einem neuen Kontext verwendet wird, aber dennoch die ursprüngliche ideologische Aufladung transportiert. Dies erschwert die kritische Auseinandersetzung mit der NS-Ideologie.
4. SCHAFFUNG EINER 'WIR'-IDENTITÄT: Der Begriff dient der Abgrenzung von 'den Anderen' und der Stärkung des Zusammengehörigkeitsgefühls innerhalb der eigenen Gruppe. Dies geschieht oft durch die Konstruktion eines Feindbildes und die Beschwörung einer gemeinsamen nationalen Identität.
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