"Tat-Elite"
NS-VokabularDer Begriff 'Tat-Elite' entstand im NS-Kontext als Selbstbezeichnung der SS, insbesondere im Sportbereich, wie Hein (2014) und Bahro (2013) belegen. Die SS verstand sich als aktive, kampfbereite Elite, die durch Taten die 'arische' Herrschaft sicherte. Nach 1945 geriet der Begriff in Vergessenheit, wurde aber in rechtsextremen Kreisen wiederbelebt. Björn Höcke nutzt ihn 2016, um die AfD als dynamische Kraft gegen etablierte Eliten zu positionieren, was eine direkte NS-Reminiszenz darstellt. Primärquellen wie Hitler (1934-Rede) und Goebbels (1944) unterstreichen die instrumentelle Verwendung solcher Elite-Rhetorik zur Mobilisierung. Heute dient 'Tat-Elite' der Delegitimierung demokratischer Institutionen durch völkische Selbstverherrlichung.
Björn Höcke bezeichnete in seiner Rede am Institut für Staatspolitik seine Bewegung als 'Tat-Elite', die die 'Pseudo-Eliten' um Angela Merkel ersetzen solle. Dies geschah im Kontext rassenbiologischer Thesen zum 'afrikanischen Ausbreitungstypen'. Die Formulierung dient der Selbststilisierung als handlungsstarke Avantgarde.[1]
NS-Nachweis: 'Tat-Elite' war explizite Selbstbezeichnung der SS (Hein 2014; Bahro 2013 im DISS-Artikel von Andreas Kemper). SS-Sportabteilungen propagierten sich als 'Tat-Elite' zur physischen Überlegenheit. Trotz fehlender DOI: Primärquellen via DISS-Duisburg (Andreas Kemper, DISS-Journal 32, 2016). Kontamination durch SS-Elite-Ideologie, die Handeln über Demokratie stellte.
Strategische Funktion
Nutzungshäufigkeit (1920 - Heute)
Dieser Graph visualisiert das typische Wiederaufleben historisch belasteter Begriffe: Wenig genutzt vor 1920, extrem populär während der NS-Diktatur (1933-1945), danach weitgehend tabuisiert und verschwunden, bis zur bewussten Reaktivierung durch rechtsextreme Akteure in der jüngeren Gegenwart (ab 2015).
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